Kugelgrill
Kugelgrills sind kugelförmig aufgebaute Grillgeräte, die aus zwei etwa gleich großen Hälften bestehen, dem Unterteil und dem Deckel. Im Unterteil befindet sich ein Kohlenrost, auf welchen der Brennstoff Holzkohle aufgelegt wird. Die Kohle liegt damit nicht direkt auf dem Unterteil der Kugel, sondern etwas darüber, um eine konstante Luftzufuhr, die durch ein sog. Bodenventil reguliert werden kann, zu gewährleisten. Darüber befindet sich dann der Grillrost, auf welchem das Grillgut sich während des Garvorgangs normalerweise befindet. Der Deckel des Kugelgrills hat einen Griff, ein verstellbares Deckelventil und teilweise auch ein Deckelthermometer, welches die ungefähre Temperatur im Inneren des Grills anzeigt. Auf einem Kugelgrill kann sowohl indirekt als auch direkt gegrillt werden.
Kugelgrills sind zur Sicherstellung eines sicheren Standes meist dreibeinig bzw. zweirädrig mit Stützbein ausgeführt.
Renommierte Kugelgrillhersteller sind die Firmen Weber, ODC und RUMO. Für designorientierte Griller empfiehlt sich die Firma Dancook, die als einzige ihre Grills in Europa (Dänemark) herstellt. Der Dancook 1400 ist im "Ultimativen Kugelgrilltest" des Forums mybbq.net Testsieger geworden.
Funktionsweise
Vorrangiger Sinn eines Kugelgrills ist das indirekte Grillen. DAzu wird in die Mitte des Kohlenrostes ein Auffangbehälter gestellt, der oft auch mit Flüssigkeiten befüllt wird. Um den Auffangbehälter herum wird die glühende Holzkohle geschüttet. Dann kommt auf den Grillrost, direkt über den Auffangbehälter, das Grillgut.
durch die untere Öffnung in der Kugel strömt frische, sauerstoffhaltige, Luft ein, verbrennt die Kohle und steigt von dort als Heißluft in die obere Hälfte der Kugel auf. Hier wird nun das Grillgut durch die Umgebende heisse Luft, aber auch durch die direkte Infrarotstrahlung gegart. Dies geschieht üblicherweise bei Temperaturen von ca. 160°C bis 180°C. Der grosse Vorteil dieser Grillmethode ist, dass kein Fett in die Glut tropfen kann, und somit kein fettiger, karzinoger Rauch entsteht.
Oft wird in den Auffangbehälter auch neben Flüssigkeit auch Gemües gegeben, dass gleich mit gegart wird und durch den herabtropfenden Fleischsaft ein besonderes Aroma bekommt.
Läßt man die Auffangwanne weg, und belegt den Kohlerost komplett mit Holzkohle, so kann der Kugelgrill auch perfekt zum direktgrillen verwendet werden.
Um alle Vorteile eines Kugelgrills ausreizen zu können, sollte unbdingt auf ausreichende Größe geachtet werden. Am besten haben sich Grills mit mindestens 57cm Durchmesser bewährt. Bei kleineren Grills kann es schonmal eng werden, denn schliesslich kann man nicht die komplette Grillfläche zum Grillen verwendet werden, sonder nur der Teil über der Auffangwanne, neben der auch noch Platz für die Kohlen sein muß.
Weblink
Kugelgrilltest bei mybbq.net
