BBQ
BBQ
Als Barbecue oder auch (orthographisch falsch) Barbeque (kurz: BBQ) bezeichnet man ein, vor allem in den USA und dort in den Südstaaten und im Westen beliebtes Gartenfest, bei dem ganze Tiere oder (häufiger) viele Fleischstücke (z. B. Koteletts), meist von Schweinen oder Rindern, an einem Spieß oder speziellen entsprechend großen Grillgeräten gebraten werden. Im Gegensatz zum Grillen nimmt ein Barbecue dabei oft einen ganzen Tag oder Nachmittag in Anspruch, wobei das Fleisch mehrere Stunden im Barbecue-Grill bleibt. In North Carolina wird das Schwein traditionell über Nacht im Hog Cooker gelassen. Die Zubereitung des Fleisches ist auch meist tief mit der lokalen Kultur verwoben, manche Familien besitzen streng gehütete Familienrezepte.
Im Englischen wird oft auch die Abkürzung BBQ gebraucht. Für Sprecher des Deutschen wird die Sache kompliziert, da BBQ im englischen und deutschen Sprachraum oft synonym sowohl für das eigentliche Barbecue als auch für Grillen verwendet wird. Inhaltlich gibt es hingegen schon einen Unterschied. Grillen ist eine Methode, bei der das Grillgut direkt über der Kohle liegt. Hier liegen die Temperaturen bei bis zu 600°C. Das Ergebnis ist akzeptabel, zumindest in Bezug auf Steak und Bratwurst. Will man hingegen ungleich zarteres Fleisch und etwas fantasievoller grillen, sollte man sich der Barbecue-Methode zuwenden. Dabei liegt das Grillgut nicht mehr direkt über dem Feuer und noch besser, man arbeitet mit einem Deckel. Die Temperaturen bei dieser Methode liegen nur noch zwischen 100°C und maximal200°C. Die Garprozesse laufen langsamer und schonender ab, das Fett hat genügend Zeit um abzutropfen, ohne qualmend zu verbrennen, und das Fleisch bleibt saftig & zart.